Aufgeklärte Spiritualität

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Aufgeklärte Spiritualität wurde von mir in dem Buch: „ Aufgeklärte Spiritualität - Spiritualität ohne Gott“ ausgearbeitet.

Wie der Titel schon sagt, ist es der Nachweis, dass Spiritualität ohne Rückgriff oder Bezug zu Religion und Gottesvorstellung möglich ist.

Es geht mir darum, eine Landkarte, einen Bezugsrahmen aufzuzeigen, in dem (Aufgeklärte) Spiritualität gelebt werden kann. Dabei kann das Wissen um die Praxis durchaus aus traditionellen spirituellen Wegen genutzt werden, ohne aber deren Erklärungsrahmen und Gottesbezüge übernehmen zu müssen.

Zur Erinnerung: Wir haben immer einen Bezugsrahmen mittels dem wir uns in der Welt bewegen und sie uns erklären. Die Frage ist also nicht, ob wir einen Bezugsrahmen wollen, sondern welchen wir haben, inwieweit ist er uns bewusst und für unser Leben hilfreich, angemessen?

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 Kernthemen der Aufgeklärten Spiritualität sind u.a.:

 

  • Der Mensch hat ein Grundbedürfnis nach Spiritualität, d.h. es liegt in seinem Wesen sich mit existentieller Betroffenheit den Fragen nach seinem Sein, Sinn, Werden und Vergehen zu stellen.
  • Zur Beantwortung der spirituellen Fragen sind wir nicht auf religiöse Bezugssysteme oder Gottesvorstellungen angewiesen.
  • Der Mensch ist eine Ganzheit, als Lebewesen untrennbar mit seiner Umwelt, in „höheren“ Ganzheiten, verbunden, erlebt sich aber im Alltag durch sein reflexives Bewusstsein als getrennt, in einer Objekt – Subjekt Beziehung zur Welt.
  • In besonderen Erlebnissen ist uns Menschen Ganzheit erfahrbar und zugänglich.
  • Spiritualität ist ein Weg von Selbsterkenntnis und Selbstentwicklung durch Selbsterfahrung, mit den psychischen Prozessen Integration und Transformation.
  • Aus dem Konzept der Aufgeklärten Spiritualität lassen sich allgemeingültige Kernprinzipien einer Ethik ableiten, die denen der Menschenrechte entsprechen.

 

 

 

 

Mag. Rainer Dirnberger