Die Aikido Prinzipien (aus psychologischer Sicht)

KÖRPER - GEIST EINHEIT (als Ganzheitsprinzip des Menschen)

eine korrekte HALTUNG (als umfassender Ausdruck impliziert):

  • Körperliche Haltung (gerade, aufrecht, entspannt)
  • Geisteshaltung (wachsam, bewusst, "Im Hier und Jetzt Sein")
  • Emotionelle Haltung (ausgeglichen, ruhig)
  • Einstellung (konzentrierte Unbekümmertheit, bescheiden und respektvoll)
  • Denken (zuversichtlich, positiv, Problem als Herausforderung)
  • (Eigen-)Verantwortung (für Einstellung, Aktionen, Reaktionen und Unterlassungen)
  • Lassen können (Gelassenheit, verlieren können)
  • Wachstumsbereitschaft (Lernbereitschaft, sich einlassen)
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korrekter RAUM (Position, Distanz) - ZEIT - GRENZEN (Als definierter und faktischer Bezugsrahmen des Menschen zwischen sich und dem Anderen)

GEWALTLOSIGKEIT (Gewalt erzeugt wieder Gewalt als destruktiver, unproduktiver Problemkreislauf)

WIDERSTANDSLOSIGKEIT (als Prinzip des Annehmens, Offenheit, ohne Selbstaufgabe)

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ANNEHMEN - VERSCHMELZEN - LOSLASSEN (Abgeben) (als universeller Kreislauf alles Lebendigen)

DYNAMISCHES GLEICHGEWICHT (als umfassender Ausdruck impliziert):

  • Im Gleichgewicht sein (Zentriertheit, Erdkontakt, Stabilität in Flexibilität)
  • Das Gleichgewicht aufgeben können (sich fallen lassen können)
  • Aus dem Gleichgewicht bringen können (durch Wissen und Übung als Option)
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Freiheit durch AKTIVITÄT - FLEXIBILITÄT und WEICHHEIT (als Antithese zu ausgeliefert sein, nichts (Neues) tun können)

NUTZUNG DER RESOURCEN (FREIHEIT) (Freiheiten nützen statt in Angriff - Problem "verbeißen")

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ES GIBT KEIN ZURÜCK (als universelles Prinzip der Gerichtetheit alles Zeitlichen)

MANÖVRIEREN (UM - LEITEN) statt Manipulieren (eingehen auf die Intention des Anderen, ohne die Eigene zu verleugnen oder aufzuzwingen)

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ERKENNEN - WAS IST (WAHRNEHMUNGSSCHULUNG als umfassender Ausdruck impliziert, als Bedingung für zielgerichtetes, situationsangemessenes Verhalten)

  • Äußere Realität
  • Innere Realität - Selbstwahrnehmung
  • Bedürfnisse
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korrekte ATMUNG (ruhige, tiefe, gleichmäßige Bauchatmung; Atmung als energetisches Potential)

KREIS - SPIRALE (Symbol und konkrete Verhaltensmöglichkeit als Ausdruck der Ganzheit)

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Jedes Prinzip bezieht sich immer auf alle drei Ebenen des menschlichen Seins:

  1. Die physische Beziehung - Ebene als Ausdruck des physischen Berührt-Seins, des körperlichen ANGREIFENS und Berührens des Anderen, des leiblichen Erlebens
  2. Die psychologische Beziehung - Ebene als Ausdruck der Körper - Geist Einheit stellt das psychische Erlebniskorrelat zum Leiblichen dar.
  3. Die philosophische Beziehung - Ebene als Ausdruck der universellen Bezogenheit des Menschen mit seinem Lebenskontext.

Die Ebenen bedingen sich gegenseitig und gleichzeitig, da sie zwar theoretisch getrennt betrachtet werden können, aber tatsächlich eine Ganzheit, genannt Mensch, sind. Dies wird nachvollziehbar wenn wir uns vereinfachend vergegenwärtigen, daß die physische Ebene unsere sinnliche Wahrnehmung, das Spüren repräsentiert, die psychologische Ebene das damit verbundene Denken und Fühlen und die philosophische Ebene den (übergeordneten) Lebenskontext, den Bezugsrahmen repräsentieren.

 

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Mag. Rainer Dirnberger