Beziehungsmodell und Bedürfnismodell

Beziehung ist etwas Lebendiges. Leben heißt in Beziehung sein.
Wie aber gestalten wir unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen?
In unseren Beziehungen leben wir unsere Bedürfnisse.

Psychische und Physische Grundbedürfniss sind z.B.

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  • Überleben,
  • Gesundheit
  • Entwicklung (Wachstum)
  • Soziales Wahrgenommen-Werden / Anerkennung (Strokes),
  • Erholung, Ruhe
  • Stimulierung, Anregung
  • Struktur (Vorhersagbarkeit, Stabilität)

Komplexe Bedürfnisse sind z.B:

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  • soziale Anerkennung (in Beruf, Freizeit ...)
  • liebevolle Beziehungen
  • Gestaltung und Selbstverwirklichung
  • Wohlbefinden
  • Spiritualität

Wir alle haben durch unsere Lebensgeschichte gelernt, welche Bedürfnisse wir mit WEM – WIE (authentisch oder mit irgendwelchen Strategien), WANN und WO zum Ausdruck bringen, um sie befriedigen zu können. Oder mit welchen Ersatzbedürfnissen und Ersatzbefriedigungen wir (glauben) uns zufrieden geben müssen.

Unsere Lebensgeschichte ist aber maßgeblich von unseren Erfahrungen, Erkentnissen, Entscheidungen, Lerninhalten und Beziehungen unserer Kindheit und Jugend (Lebensplan) geprägt. Die Frage ist, ob diese Basis tatsächlich den heutigen Gestaltungsmöglichkeiten für Beziehungen gerecht wird.

Diese Inhalte können auf der intrapsychischen Ebene z.B. mittels Strukturanalyse und Skriptanalyse, auf der interpsychischen Ebene z.B. mittels Beziehungsanalyse und Analyse der Transaktionen in Psychotherapie, Selbsterfahrung oder Supervision, immer in Abhängigkeit der zugrundeliegenden Frage oder Problemstellung (Vertrag), bearbeitet werden.

Maschen und Spiele

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Ein besonders interessanter Arbeitsschwerpunkt ist die Analyse von DESTRUKTIVEN - WIEDERKEHRENDEN - PSYCHOLOGISCHEN – BEZIEHUNGS - MUSTERN.

In der TA werden diese Beziehungsmuster als Maschen und Spiele bezeichnet. Umgangssprachlich sind sie als Beziehungs – Teufelskreislauf bekannt. Ein unerfreuliches Geschehen aus dem es "scheinbar" keinen Ausweg gibt und das sich, wie ein Kreislauf, immer wieder mit verschiedenen Beteiligten zu wiederholen scheint und das sich wie ein "roter Faden" durch unser Leben zieht. (Lebensplan).

Maschen ist ein Sammelbegriff in der TA für alle Formen von Ersatzbedürfnissen und Ersatzgefühlen. In der Maschen-Analyse wird der Frage nachgegangen mit welchen Beziehungs – Mustern wir gelernt haben uns mit Ersatzbedürfnissen und Ersatzgefühlen zu versorgen und was die ursprünglichen Bedürfnisse und Gefühle sind. Letztere werden gelegentlich unzutreffend als "echte" Gefühle bezeichnet und Maschengefühle als "unecht". Tatsächlich aber ist natürlich jedes Gefühl und Bedürfnis echt. Es kann nicht- authentisch, nicht wahrgenommen oder vorgespielt sein, oder eben ein Ersatz für ein anderes (ursprüngliches) sein.

Spiele werden in der TA jene Beziehungs Muster genannt, die wie ein Spiel immer wieder nach bestimmten Regeln ablaufen. Bei diesen Psychologischen Beziehungs – Spielen gibt es jedoch auf lange Sicht nur Verlierer. Das heißt die Beziehungen führen zu keiner

Mag. Rainer Dirnberger